Ankommen und gleichzeitig am Start sein, ist das Motto der Künstlerin, Roswitha Lammersdorf, sich und ihr Werk immer wieder neu zu erfinden. Sie präsentiert in dieser Ausstellung ihre Werke der letzten zehn Jahre. Mit Acrylfarben und Pastellkreiden entstanden zum Teil großformatige, impressionistische Landschaften aber auch realistische Malereien von Menschen in Bewegung. Ihre vielfältige Art des künstlerischen Schaffens führt zu einem abwechslungsreichen Werk, das das Auge des Betrachters auf die unterschiedlichste Weise herausfordert.
Roswitha Lammersdorf studierte von 1990 bis 1996 an der Akademie vor beendende Kunst in Enschede NL. Sie ist seit 30 Jahren als freischaffende Künstlerin tätig, hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen und arbeitet in Ihrem Atelier in der Kuhstraße 14 in Meppen.
Diese Ausstellung vereint die Werke der renommierten Künstler*innen Oleksii Gnievyshev, Lena Krashevka und Maxim Probst, die jeweils auf einzigartige Weise den Zusammenhang zwischen Kunst, Freiheit und Selbstbestimmung reflektieren.
Oleksii Gnievyshev, geboren in der Ukraine, verbindet klassische Maltechniken mit zeitgenössischen Themen und hinterfragt durch seine Werke gesellschaftliche Normen und Zwänge.
Lena Krashevka, aus Belarus stammend, nutzt verschiedene Medien, um Themen wie Widerstand, Selbstbestimmung und feministische Perspektiven zu beleuchten.
Maxim Probst, wurde 1981 in der ehemaligen UdSSR geboren und studierte an der Alanus
Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn, bei Prof. A. Orosz
(Master of Fine Arts) und an der AKI/ArtEZ, Enschede/NL.
Die drei Künstler*innen stammen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und
bringen ihre individuellen Erfahrungen mit künstlerischem Ausdruck, politischer
Freiheit und gesellschaftlicher Identität in diese Ausstellung ein. Die Ausstellung zeigt, dass die Kunst als verbindendes Element zwischen Künstlern über Grenzen und Herkünfte fungieren kann.
Now is the time,
This is the hour,
Ours is the magic,
Ours is the power
(The Craft,1996)
Die Geschichte der Hexerei in der westlichen Welt beginnt mit uralten Mythen und Geschichten.
In der frühen Neuzeit führten die Klimaveränderungen der kleinen Eiszeit, Kriege und religiöse Dogmen in eine lange und brutale Zeit der Hexenverfolgung in Europa.
Wie bei so vielen anderen historischen Entwicklungen wurde auch die Geschichte der Hexen durch Angst bestimmt. - Angst vor dem anderen, um genau zu sein. Und diese Angst begegnet uns bis heute.
Maike Denker verbindet in ihrer Ausstellung „Warrior of Mother Earth“ Naturdarstellungen mit feministischen Perspektiven und zeitgenössischen Fragen zu Umweltschutz und Klimakrise. Inspiriert von der Symbolik der Hexe als naturverbundene Rebellin, untersucht sie in ihren aktuellen Arbeiten, wie kulturelle und gesellschaftliche Narrative unsere Beziehung zur Umwelt prägen. Ihre Naturcollagen, Objekte und Arbeiten auf Papier beleuchten die Verbindung zwischen Mensch, Magie und Natur im zeitgenössischen Kontext.
Yvonne Zoberbiers Plastiken verblüffen in ihrer außergewöhnlichen
Bearbeitung von Filz zu menschlichen Figuren und Köpfen, die eine ganz
eigene ästhetische Ausstrahlung besitzen. Durch ihre konsequent in weißer
Naturwolle belassenen Plastiken wird ein Bezug zu uns überlieferten Werken
der Antike hergestellt, ohne diese jedoch zu kopieren. Vielmehr entwickelt jedes
Werk ein Eigenleben, das je nach Blickwinkel, Lichteinfall und Verfassung des
Betrachtenden variiert und den Moment einfängt. In sich ruhend scheinen sie
Köpfe mit eher männlichen Gesichtszügen, fordern zur genaueren Betrachtung
heraus. Selbst bezeichnet die Künstlerin ihren Schaffensprozess als zutiefst
weiblich, was die maskuline Ebene aber nicht ausschließt. Hierbei vereinen sich
Erinnerungen an Menschen, welche das Leben der Künstlerin bereichert haben
mit der Besinnung auf ureigenste Wurzeln und Kräfte.
Den Menschen selbst in der Plastik wieder zu entdecken in einer zunehmend
automatisierten und Computer gestützten Welt ist der Künstlerin ein
der Plastiken. Frappierend die feinen Linien, welche sich um Mund und Augen
schmiegen. Hier wird das Alter auf eine ganz besondere Weise gefeiert, indem
eine innere Schönheit sichtbar wird, die mit den Jahren noch dazu gewinnt.
Im Gegensatz dazu strahlen die sich jugendlich perfekt emporhebenden Torsi
eine der Zeit entrückte Schönheit aus, welche als Referenz an die Vergangenheit
Aufmerksamkeit auf Ausstellungen und Textilbiennalen in Litauen und in der
Ukraine. In Wien bekam sie 2020 den Publikumspreis in einer
Preisträgerausstellung verliehen. Über ihre Werke wurde bereits in
verschiedenen Zeitungen und Kunstzeitschriften berichtet.
www.filzplastiken.de